Unglaubliche Gefängnisausbrüche

 

Hallway with an open cell in an abandoned prison in the eastern part of Berlin

Prison Break ist spannend und die Aktionen der Gefängnisinsassen waghalsig. Aber wie steht es mit realen Gefängnisausbrüchen? Wir haben einige der interessantesten und spannendsten Ausbrüche zusammengetragen, von denen man kaum glauben kann, dass sie tatsächlich stattgefunden haben.

Ausbruch durch den Schlitz für die Essensausgabe

Stelle dir eine Gefängniszelle vor und denke dabei an den kleinen Schlitz in der Gittertür, der für die Aus- und Rückgabe von Nahrungsmitteln oder Kleinigkeiten gedacht ist. Im Durchschnitt ist dieser Schlitz etwa 15×43 Zentimeter groß. Und nun stelle dir vor, du würdest versuchen, dich durch diese Öffnung zu zwängen. Denn genau das hat ein Gefängnisinsasse getan! Im Alter von 50 Jahren befreite sich der in Südkorea verhaftete und verurteilte Choi Gap-Bok so aus seiner Gefängniszelle.

Frank Abagnale als Inspektor

Der zu 12 Jahren Haftstrafe verurteilte Frank Abagnale hatte 1971 unheimliches Glück: Der U.S. Marschall, der für Abagnales Transport zuständig war, vergaß dessen Haftpapiere. Es gelang Abagnale dadurch, die Gefängniswärter davon zu überzeugen, dass er eigentlich undercover unterwegs sei, um die Bedingungen im Gefängnis auszuspionieren. Er war außerdem auffällig, weil er ein sehr intelligenter und eloquenter Insasse war. So fiel es leicht, ihm Glauben zu schenken. Das brachte ihm große Privilegien ein. Die Wärter behandelten ihn sehr gut und er bekam beispielsweise besseres Essen. Schließlich gelang es ihm, seine Vorzugsstellung zur Flucht zu nutzen. Eine Freundin von Abagnale konnte ihm einen echt wirkenden Ausweis beschaffen. Sie selbst gab sich als FBI Agentin aus, die Abagnale dringend außerhalb des Gefängnisses sprechen müsse. Die Täuschung gelang, und Abagnale konnte problemlos das Gefängnis verlassen.

San Francisco, CA, USA - September 28, 2011: Alcatraz Island in the San Francisco Bay. Seagull flying, in motion.

Ausbruch aus Alcatraz

1962 befreiten sich Frank Morris und zwei Komplizen aus dem härtesten Gefängnis der Vereinigten Staaten. Sie nutzen dafür Löffel, mit denen sie sich durch die verfallenen und instabilen Zellwände kämpften. Die Gefängnisinsassen fanden sich erst im Versorgungsschacht wieder, gelangten schließlich zum Dach des Gefängnisses und anschließend an das rettende Ufer außerhalb des Geländes. Sie stellten aus Regenmänteln Schwimmhilfen her und gelangten so nach San Francisco. Es ist allerdings unbekannt, ob die Sträflinge dieses Manöver überlebten, denn Morris gilt seitdem als spurlos verschwunden.

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